Etschweiler-Teil 5 - Werkstatt 1

  • Hallo Leute,


    wird Zeit, mal mit dem Bau des eigentlichen Ortes zu beginnen:


    Die Entstehung von Etschweiler


    Das Modul, das ich so plane, ist (Innenmaß) 96 cm lang und 48 cm tief. Gebaut wird in der Modul-im-Modul-Bauweise. Keine Ahnung, ob's die schon gibt - falls nicht, gibt es sie eben jetzt. Dabei wird auf einem Modulraster von 16 cm (oder wem's besser passt 12 cm oder 15 cm oder wie auch immer) innerhalb des Gesamtmoduls gearbeitet. Das kleinste Unter-Modul ist bei mir 16 x 16 cm. Dabei werden 2cm dicke Styrodur-Platten im unvergleichlichen Zart-Lila verwendet. Der Vorteil dieser Bauweise ist natürlich, dass jeder Teil der Landschaft/des Ortes außerhalb des Gesamtmoduls gebaut/beschichtet/bemalt/begrast/umgedreht/abgeklopft und ggf. problemlos weggeschmissen werden kann.


    Außerdem kann ich später einzelne Teile austauschen, wenn mich irgend was dort stört.


    Der Gesamtmodulkasten wird aus 10mm Sperrholz gebaut und damit ist das Gesamtaußenmaß dann ordentliche 100 x 50 cm. Irgendwann. In ein paar Jahren.




    Wie schon angekündigt, kommt als erstes das Sub-Modul:


    Die Autowerkstatt von Wilhelm "Räder-Willi" Schmiedel


    Neben der fachgerechten, schnellen und völlig überteuerten Autoreparatur, gibt es hier letztlich einen Gebrauchtwagenverkauf (spezialisiert auf Nutzfahrzeuge älterer Baujahre) und natürlich Treibstoffverkauf aus ein paar klapprigen Zapfsäulen.


    Das Sub-Modul ist 16 x 32 cm, fein säuberlich mit der Kreissäge zugeschnitten und hier schon mal mit der Lage der Gebäude, des Hofes und der vorbeiführenden Straße versehen:



    Beschichtet wird die Styrodurplatte wieder mit meiner Mischung aus feinem Sägemehl und Baumarkt-Gips (Mischung siehe weiter oben), wobei die Lage der Gebäude dabei ausgespart bleiben. Sobald später die Häuser final eingesetzt werden, geschieht dies in einer dünnen Schicht von frisch aufgebrachter Beschichtungsmasse. Dadurch drücken sich die Häuser einen halben Milimeter ein und sehen nicht "Draufgestellt" aus.




    Der Hof soll im Original mit feinem Sand-/Schottergemisch versehen sein, deshalb werden auf der kleinen Straße ordentlich Fahrspuren von aus dem
    Hof heraus fahrenden Fahrzeugen simuliert. Auf der Hoffläche sind natürlich auch jede Menge Spuren, denn Räder-Willi ist der Meinung, dass seine Kunden Fahrzeuge kaufen wollen und nicht seinen Hof...


    Leichte erste Bemalung und Gestrüpp um die freie Fläche herum gibt nun schon die Fläche und Form vor, die für die Autowerkstatt vorgesehen ist.




    Alle Gebäude entstehen von Grund auf als eigene Kreation und bestehen aus einem Gerippe bzw. Innenwänden aus Blech (woraus denn sonst...), dort evtl. eingelöteten Fenstern und Türen, damit die Tiefe der Leibungen vorbildgetreu ist. Die Außenfassade besteht aus bedrucktem Karton (Backstein-, Naturstein-Textur) und mehr oder weniger intaktem Verputz, der auch tatsächlich aufgebracht wird. Hier mal ein Vorab-Test
    noch ohne Innengerippe:




    Torrahmen und Torflügel sind Ätzteile, die Scharniere sind aus 0,8mm Rundrohr Ms und die Bänder sind natürlich aufgelötet und mit Zapfen versehen, damit die Tore auch beweglich sind (wenn schon spinnen, dann richtig...)







    Das Holz des Tores ist farblich noch nicht ganz OK, da wird später noch was getan.


    Bevor aber irgendwelche Mauern aufgestellt werden, wird erstmal weiter von niedrig nach hoch gebaut, wie man das ja zweckmäßigerweise beim Landschaftsbau tut.


    Was nun fehlt ist VIEL Kleinkram für die Werkstatt und -umgebung. Werkbänke, Werkzeuge, Standbohrmaschine, eine Drehbank (denn Bremsscheiben werden erst vier mal abgedreht, bevor sie erneuert werden), alle möglichen Regale und Gerüste, Aufstellböcke, Werbeschilder, Rum-Liege-Schrott u. a. Ach ja, natürlich auch Schraubstöcke im richtigen Maßstab.


    Da ich ganz gute Connections zu Jemandem habe, der Ätzteile herstellt ;-) wird das benötigte Zeugs natürlich aus Neusilber geätzt. Hier mal ein paar Beispiele:







    Die Montage der Schraubstöcke macht sensiblen Modellbahnerfingern so richtig viel Freude...


    Da der Räder-Willi (wie so Viele von uns...) zu den Jäger-und-Sammler-Typen zählt, hebt er zwar alles auf, aber der eine oder andere Schrott rostet schon so ein ums andere Jahr vor sich hin:




    Nach wie vor im Einsatz sind natürlich die Werkbank mit dem Schraubstock und das schwere Lagerregal für Rundmaterial:





    Da es in Etschweiler - wie bereits mal erwähnt - nie regnet, bietet sich natürlich an, die Werkstatt durch einen Anbau zu verlängern, schließlich muss so ein Vorzeige-Betrieb beizeiten expandieren:








    Soweit der Baufortschritt der letzten Abende. Das nächste Mal werden ein paar Werkzeugmaschinen dazukommen und weiterer Kleinkram, der für eine Muster-Werkstatt unverzichtbar ist


    To be continued...versprochen.


    Grüße,


    Edgar
    :D

  • Hey!

    Man gebe mir ein Handtuch für meinen Sabber! Ich habe schon einiges gesehen, baue ja gerne alles selber, weniger in N eher in 0, ABER was ich hier sehe, und ich hatte bisher immer angst wenn ich Deine Baussätze auf der Homepage sah...... puh, ich glaube ich muss jetzt doch mal ran an Drehbank und Schraubstock !!!! Aber erstmal muss ich hier alles lesen.... kicher, Hut ab, mir gefällt das mega ! ::love_1::

    Wir kamen, wir sahen, wir traten in den Arsch ! Peter Venkman Ghostbusters I